Letzter Schrei auf dem Bullidach – das Solarpanel

Diesen Artikel schreibe ich von dem spanischen Strand Playa de los Genoveses aus. Es ist wunderschön hier und ich übernachte bereits die zweite Nacht “wild” direkt am Strand. Da ich ziemlich viel auf Instagram rumdaddele, habe ich mein Handy bereits zwei mal aufladen müssen. Sowie diesen Laptop, damit ich den Artikel überhaupt schreiben kann. Ach ja, soeben habe ich meine fancy Outdoor-Dusche nach dem Strand genossen, die natürlich auch mit einem USB-Kabel lädt. Insofern ist ein Solarpanel auf dem Dach der Hit für Jedermann, der gerne autark reist und trotzdem nicht auf den Luxus verzichten möchte, mit ausreichend Strom versorgt zu sein.

Selbst ist die Frau…

…schrieb Paul vom Blog Passport Diary bei Facebook zu meinem Kommentar, wie kompliziert es denn sei, so ein Solaranel selbst zu installieren. Alles kein Problem, dachte ich mir, bis ich seine hervorragende und detaillierte Anleitung auf seinem Blog durchlas.

Dieser Artikel wird nicht technisch

Aus dem ganz einfachen Grund, weil ich davon selbst von Strom keine Ahnung habe. Kilowatt Stunden? Solarladeregler? – ähm ne, das ist alles zu gefährliches Halbwissen – immerhin geht es hier um Strom und das kann ja auch gefährlich werden, bei nicht fachkundiger Installation eines Solarpanels.

Abwägen zwischen Zeit und Geld

Eine ausführliche Unterhaltung bei einem Vanlife Berlin Treffen mit einem, der so ein Solarpanel gerade selbst bei sich installierte, ergab, dass so oder so ca. 450€ für die Materialien zusammenkommen. Dazu rechnete ich die Zeit, die ich benötigen würde, um mir das nötige Wissen anzueignen und das ganze notwendige Kram zu besorgen. Zeit war ein rares Gut im Sommer 2018, somit kam ich zu dem Entschluss, mir das Panel bei JS Camperworks in Berlin installieren zu lassen. Ich zahlte 650€ für das Gesamtpaket. Die 200€ für die Installation war mir jeden Cent wert, das Panel sitzt perfekt und leistet seinen Dienst bisher ohne Probleme. Ich habe mich für 100 Watt Leistung entschieden, was bisher auf meiner Reise absolut ausreichend ist. Außerdem erklärten Sie mir dort, dass es besser ist, dass Solarpanel mit etwas Abstand zu dem Dach aufzuschrauben, damit es nicht so heiß wird. Die Leistung eines Solarpanels nimmt nämlich tatsächlich ab, umso heißer es wird. Es gibt auch Solarpanels, die auf das Dach geklebt werden. Die Leistung soll aber wesentlich schlechter sein, aufgrund der fehlenden Lüftung und Hitzebildung.

Eine Steckdose gibt es bei mir trotzdem noch nicht

Ich erhielt durch das Solarpanel eine Stromspannung von 12V (Zigarettenanzünder) und 5V USB-Anschlüsse. Für meinen Laptop habe ich mir ein Ladekabel mit Zigaretten-Anzünder-Anschluss besorgt. Die sonstigen Geräte, die ich noch lade sind: Handy, Bluetooth-Box, E-Book Reader, die Capmping-Dusche und eine Leselampe. All diese Geräte können können mit dem USB-Kabeln geladen werden. Trotzdem werde ich mich noch mit einem Spannungswandler von 12V auf 230V beschäftigen. Denn eigentlich fände ich es auch super praktisch, einfach eine normale Steckdose zu haben. Darüber werde ich natürlich hier berichten.

Solarladeregeler – hier kann man sehen, ob und wie viel das Panel lädt | Der Zigarettenanzünder-Anschluss, sowie zwei USB-Anschlüsse

Das Solarpanel lohnt sich!

Die Installation des Solarpanel lohnt sich wirklich und ich freue mich auf jedem Campingplatz, wenn ich die Frage “Brauchen Sie Strom” mit “Nein, danke” beantworten kann. Immerhin kostet Strom auf Campingplätzen 3-5€ am Tag – die Ersparnis wird sich läppern mit der Zeit.