Surprise Stauden – Schattenpflanzen Portraits

Das bunte Hochbeet war schnell gebaut, angepinselt und mit torffreier Erde präpariert. Warum torffrei? Für die Torfgewinnung werden ganze Moorlandschaften zerstört. Für den Abbau werden sie trockengelegt, was auf Kosten des Klimas geht. Wenn es unkompliziert auch anders geht, möchte zumindest ich darauf verzichten. Torffreie Erde ist mittlerweile überall im Handel unkompliziert zu erwerben.

Der Standort ist halbschattig bis voll schattig. (Mehr zum Standort des Balkons könnt ihr hier nachlesen.) Somit musste professionelle Hilfe her. Diese habe ich bei dem Staudengärtner Christian von der Urban Gardening Initiative Prinzessinengärten hier in Berlin Kreuzberg bekommen. Nach Beschreibung der Lage war die Beratung  schnell und pragmatisch und ehe ich mich versah, verließ ich den Garten mit zahlreichen Bumentöpfen und etwas Grünem drin. Inklusive lateinischer Beschriftung auf dem schwarzen Blumentopf. So richtig wusste ich nicht, was für Pflanzen ich da erstanden hatte. Aber das war ja gerade das schöne daran – Surprise Stauden bis in den Sommer hinein.

Welche Pfanzen steckten denn nun in den Töpfen?

Gemeine Akelei in lila:

Sie hat lange und sehr hübsch geblüht im Mai bis in den Juni hinein. Sie hört auf viele schöne Namen wie Zigeunerglocke, Narrenkappe, Taubenblume, Elfenhandschuh oder auch Venuswagen. Auch wenn sie eigentlich die Sonne gerne mal zu Gesicht bekommt, hat sie es im schattigen bunten Hochbeet geschafft zu gedeien. Vielleicht kann man den Standort auch als absonnig bezeichenen, denn es gibt durchaus intensiver Streulichteinfall. Man kann die Akelei nach der Blute zurückschneiden und erreicht somit mit Glück eine zweite Blüte im Herbst. Das habe ich zunächst aus Unwissen nicht getan, war dann aber auch froh, weil sie sich auch intensiv aussät, was genau meine Intention ist. Vor allem im Hinterhof möchte ich sie auch noch kultivieren. Fazit: Klasse Akelei!

Pfirsichblättrige Glockenblume:

Welch fantsatischer Name sie hat. Sie blüht sehr dankbar immer und immer wieder und fühlt sich pudelwohl an Ihrem Standort. Sie ist sehr pflegeleicht und wirklich sehr hübsch anzusehen. Sie soll sich fleißig vermehren, sodass wir uns an zahlreichen neuen Glockenblumen im bunten Hochbeet im nächsten Jahr erfreuen können. Seitdem ich sie im Hochbeet stehen habe, sehe ich sie überall wachsen und gedeihen. Sie ist für einen schattigen Standort bestens geeignet.

 

Mein Liebling: Das entzückende Porzellanblümchen

Diese reizenden Tupfer auf den Blüten, ich bin verliebt! Aussehen und Name haben mich vollends überzeugt. Sie blüht im Mai und Juni, verwöhnt seinen Betrachter aber das ganze Jahr hindurch mit immergrünen Blättern.

Das Porzellanblümchen ist sehr genügsam, mehrjährig und vermehrt sich ebenso von selbst.

 

Unsere Turbo-Clematis – ein besonders robustes Exemplar

Durch meine Probleme mit Rücken und Job hat unser Balkon und die Pflanzen inklusive leider schrecklich gelitten. Indem ich das hier alles tue, möchte ich mich in aller Form bei Ihnen entschuldigen. Wir hatten sie letztes Jahr bereits erstanden und sie hat ohne Pflege und Zutun auf dem Balkon überwintert und überlebt. Sie mag es gar nicht, wenn Ihre Wurzelballen blank liegen und fühlt sich im Schatten sichtlich wohl. Das hat mich sehr überrascht, aber siehe da, eine Blüte nach der anderen ging auf verwöhnte uns wochenlang mit Ihren schönen Blüten und intensivem Duft. Die Blüten habe ich, nachdem sie verblüht sind einfach stehen gelassen. Mal gucken was mit ihr noch so passiert.

 

Hosta – ein Klassiker im Schatten

Auch Funkien oder Herzblattlilien genannt. Wir haben ein bereits besonders buschiges Exemplar im Hinterhof stehen, was sehr hübsch anzuschauen ist. Die Hosta wird wohl als erste Pfanze für den Schatten geeignet genannt. Es gibt unzählige Arten dieser meist ursprünglich aus Japan stammenden Pflanze und sie hat einen richtig großen Fankreis. Es gibt sogar spezialisierte Hosta Gärtner. Ich musste mich etwas an Sie gewöhnen, mittleweile gehöre ich aber auch zu den Hostafans. Vor allem weil es sie in so unzähligen Grünmaserungen gibt. Nächstes Jahr holen wir uns bestimmt noch ein paar neue ins Haus, die mehrere Grünnuancen als Blattfarbe enthält. Die finde ich richtig cool.

 

Der Garten Günsel – schon der Name ist wunderbar

Und seine Blüten erst. Er wird auch kriechender Günsel genannt und fand seinen Platz ganz oben im dunkelsten Teil des Hochbeets. Dort findet er es richtig knorke, denn er wächst richtig schön. Der Garten Günsel ist immergrün und mehrjährig. Im nächsten Jahr werde ich mehrere von ihnen nach ganz oben setzen. Denn daneben ist eine Pflanzenamens Alchemilla mollis zu deutsch Weicher Frauenmantel leider umgekommen und ich habs zu spät entdeckt, denn es wird ihr zu trocken gewesen sein. Aber das gehört zur Trial & Error Strategie wohl dazu…

 

Noch ein Storchschnabel – nächstes Jahr hoffentlich Storchschnäbel

Bei uns sind Sie auch als Geranien bekannt und die Blüte sieht tatsächlich recht lustig aus. Tatsächlich ähnelt sie dem langen Schnabel eines Storchs. Auch die botanische Bezeichnung Geranium basiert auf der Form der Fruchtstände und lässt sich auf das griechische Wort „géranos“, der Kranich zurückführen. Nach der Blüte kann man gewisse Sorten zurüchschneiden, damit sie erneut blühen. Da ich mir allerdings nicht sicher war, welche wir uns ins Haus geholt haben, habe ich es sein gelassen. Christian von den Prinzesinnengärten meinte, dass alle seine Pflanzen mehrjährig seien, somit freue ich mich schon auf Sie im nächsten Jahr.

 

 

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