Some people like big houses and some (me) great views!

Meine Reiseroute quer durch Südeuropa:

Die Karte könnt ihr euch hier interaktiv anschauen: https://www.polarsteps.com/MilliBloom

Vor ca. 6 Wochen bin ich von meinem knapp zweimonatigen Vanlife-Abenteuer zurückgekehrt und mein Zustand ist nach wie vor meist tiefenentspannt. Vor der Reise konnte man wohl eher das Gegenteil von mir behaupten, denn ich hatte im Sommer emotional wohl den Höhepunkt der Aufwühlung durch eine Therapie, die ich vor ca. einem Jahr gestartet hatte, erreicht. Mit einem riesigen Berg an Gedanken, über die ich endlich Herr werden wollte, bin ich zunächst alleine losgefahren. Und das Alleine sein war wunderbar. Manchmal braucht es eine gewisse Distanz zu seinem Leben, sodass man es aus einer anderen Perspektive in Ruhe betrachten kann, ohne dabei gestört zu werden. Kilometer um Kilometer warf ich Ballast ab und versöhnte mich zunehmend mit den problematischen Seiten meines Lebens und meiner Selbst. Das klingt ganz schön einfach, jedoch kann ich euch versichern, das war es natürlich nicht immer. Aber es lohnt sich! Dies als kleiner motivatorischer Einstieg, denn ich kann nur jeden ermutigen den Schritt zu einer Therapie zu wagen, wenn einem das eigene Leben über den Kopf wächst.

Genug des persönlichen Dramas! Hier soll es schließlich um das Bullireisen oder trendig ausgedrückt, um das Vanlife gehen. Hier ein paar Facts zu meiner Reise:

Dauer: 7 Wochen, 49  Tage.
Mein Van, Bus oder Bulli: Ein blau-weißer Volkswagen „Bulli“ T3 namens Wilde Hilde, kurz Hilde. Die Bezeichnung Bulli setzt sich übrigens zusammen aus den Wörtern Bus und Lieferwagen. Im Februar wird sie endlich 30 Jahre alt, bekommt dann hoffentlich das „H“-Kennzeichen und ist somit ein Oldtimer. Mit einem H-Kennzeichen darf man Umweltzonen frei befahren, was für mich, in Berlin Mitte wohnend, ein Segen wäre. Die Hilde habe ich weitestgehend so ausgebaut gekauft, sie hat einen Kühlschrank und einen Gaskocher, sowie eine Spüle. Ich habe große Ausbau Pläne für die Hilde in Vorbereitung auf die nächste große Reise nach Marokko nächstes Jahr. Mehr dazu weiter unten.
Bereiste Länder: Niederlande, Belgien, Frankreich, Spanien und Portugal.
Gefahrene Kilometer: ca. 7350 km
Nächte auf einem Campingplatz/Stellplatz gestanden: 25 Nächte. Campingplätze sind gar nicht so günstig. Ich habe zwischen 10€-25€ pro Nacht in der Nebensaison bezahlt. In der Hochsaison sind Campingplätze, je nach Ausstattung noch teurer und vor allem häufig ausgebucht. Wer nicht antizyklisch, also außerhalb der Saison reisen kann, sollte seine Reise also etwas genauer planen. In Portugal kann ich zwei Campingplätze sehr empfehlen, vor allem was die Sauberkeit und Funktionalität der Sanitäranlagen angelangt.  Einer befindet sich in Alvor an der Algarve namens Campingalvor, der vor allem im hinteren Bereich sehr schöne Plätze hat. In Alvor gibt es auch einen richtig tollen Strand Praia dos Três Irmãos mit riesen Felsformationen.
Völlig umgehauen hat uns der Campingplatz in Zambujeira do Mar an der Westküste. Er ist wunderschön original portugiesisch gestaltet und sehr sauber und ordentlich. Auch der Ort Zambujeira ist sehr gemütlich und hübsch mit schönem Strand, aber mit kaltem Wasser und ordentlich Wellengang, wie überall an der Westküste. Mit Campingplätzen in Frankreich habe ich überwiegend unerfreuliche Erfahrungen gemacht, zumindest was die Sanitäranlagen betrifft. Die waren meistens echt eklig und ich bin nicht besonders zimperlich!
Wild gestanden: 24 Nächte. Hauptsächlich auf der Durchfahrt und in Portugal standen wir an atemberaubenden Plätzen mit direktem 5* Meerblick am Praia do Carvalho und hinter Lagos in Richtung Sagres neben dem Barranco Beach. Das war allerdings eine abenteuerliche Fahrt über eine steinige Straße mit Schlaglöchern. Hilde hat auch ein paar Kratzer abbekommen, aber sie ist ja schließlich eine wilde Hilde :D.

Angst allein als Frau: Eigentlich hatte ich gar keine Angst, bis mir Angst gemacht wurde. An einem Strand in Frankreich jedoch traf ich auf ein deutsches Ehepaar und fragte sie, ob sie dort übernachten würden. Sie rissen die Augen weit auf und meinten, sie würden es niemals wagen, außerhalb eines Campingplatzes zu übernachten. Begründet haben sie dies, mit Gruselgeschichten, die Ihnen mal erzählt wurden. Für die eine Nacht, hat es mir das Freistehen verleidet und bin zu einem Stellplatz gefahren. Am nächsten Tag bin ich aber zu dem Entschluss gekommen, dass ich mir mein Abenteuer nicht von Geschichten, die irgendjemand mal vom jemanden gehört hat, vermiesen lasse. Ich finde, man muss keine Angst haben. Klar, es schadet nicht umsichtig zu sein. Vorteilhaft war bei mir, dass ich zwei Fahrräder auf dem Träger hatte. Somit wurde ich immer mit „Ihr“ angesprochen, weil bei zwei Fahrrädern von zwei Leuten ausgegangen wird. Die Kombi aus einem mittlerweile seltenen Bus und Frau allein war super. Ich wurde überall sehr freundlich empfangen und habe immer Hilfe gefunden, wenn ich welche brauchte. Es gab wirklich keine Situation, die ich als unangenehm empfand. Ich denke, Lächeln ist international der Schlüssel zu freundlichem Umgang miteinander. Hat bestens geklappt!

Navi: Als Navi habe ich ausschließlich die Google Maps App genutzt und das hat wunderbar funktioniert. Sehr lieb gewonnen habe ich die Einstellung „Mautstraßen meiden“. Mit dieser Einstellung lässt sich bares Geld sparen. Denn z.B. Frankreich einmal komplett auf der Autobahn zu durchfahren ist richtig teuer. Hilde fährt eh nur 110 km/h und somit bringt mir eine Autobahn nicht so viel. Gut ist es den Unterschied zu „Autobahnen vermeiden“ zu kennen. Einiges an Autobahn-Streckenabschnitten in Frankreich und Spanien sind umsonst zu befahren. Wenn ich vorankommen wollte, nutzte ich „Mautstraßen vermeiden“ und wenn ich mir lieber die Landschaft und Ortschaften anschauen wollte, als nur monoton die Autobahn zu nutzen, nutzte ich „Autobahnen vermeiden“.

Pleiten und Pannen: Puh, also die ersten Wochen hatte ich echt ein bisschen Pech. Aber dadurch, dass ich kein Zeitdruck hatte, hat es mich nicht sonderlich gestört. Im vorherigen Artikel während der Reise berichtete ich bereits über den gerissenen Keilriemen am ersten Tag, dann fuhr ich etwas übermüdet rückwärts gegen eine Laterne. Dabei hat sich der Fahrradträger verzogen und war nicht mehr stabil befestigt, dann überfuhr ich auch noch eine extra hohe Bodenwelle etwas unsanft und dabei hängte sich der Träger an einer Seite aus. Das gesamte Gewicht hing nun bloß noch an einer Seite und hat die Heckklappe der Hilde verbogen, auch das noch. Da war ich dann doch kurzzeitig verzweifelt! Insgesamt halfen mir drei nette Herren auf drei unterschiedlichen Campingplätzen, bis der Träger wieder richtig geradegebogen und angeschraubt war, sowie die Heckklappe wieder repariert. Man habe ich Glück gehabt, denn ich habe wirklich selbstlose Hilfe bekommen! Es tummeln sich ja auch genug Rentner auf den Campingplätzen, die sich als ausgesprochen hilfsbereit herausgestellt haben.

Kaum war der Fahrrad-Träger wieder heile, folgte das hier:

Oh je – ölige Flüssigkeit unterhalb des Bremspedals trat aus. Mir wirds schon immer etwas Angst und Bange, wenn etwas mit der Hilde nicht stimmt. Aber ich versuche mich zu trösten, an der Hilde kann alles repariert werden! Solange man es bezahlen kann. Bisher war die Beschaffung von Ersatzteilen kein Problem. In Frankreich allerdings waren sie sich in der Werkstatt zunächst nicht sicher, wie schnell sie Teile für den T3 besorgen könnten. Aber es ging dann trotzdem sehr schnell. Es war der Hauptbremszylinder Kopf kaputt. Mit der Reparatur war dann auch mein Hildereparatur-Budget aufgebraucht. Aber es kam danach ja auch nichts mehr – Glück gehabt! Für die nächste lange Tour werde ich mich informieren und eventuell ein paar Ersatzteile mitnehmen, falls das Sinn macht. Teil gerne eure Vorgehensweise in den Kommentaren, danke.

Nun habe ich viele Erfahrungen gesammelt auf meinem ersten langen Trip. Ich war mir anfangs nicht so sicher, ob ich so einen Trip endlos genießen könnte. Jetzt weiß ich, ich könnte es auch noch länger als 2 Monate! Wer noch überlegt, ob so eine Busreise für einen überhaupt das Richtige ist, sollte sich im vornerein ein paar Fragen beantworten, über die ich mir zum Teil nicht so viele Gedanken gemacht habe:

Wie möchte oder kann man reisen, alleine, mit Freunden oder als Paar?
Auf dieser Reise hab ich all diese Optionen mal ausprobieren können und ja, jede hat so seine Reize. Für denjenigen, der sich gut allein beschäftigen kann, ist das Alleine reisen im Van ganz wunderbar. Mir hat es Spaß gemacht endlos durch die Gegend zu cruisen, Hörbuch zu hören und die Gedanken schweifen zu lassen. Außerdem hatte ich so viel Zeit zum schreiben. Ich habe auch sehr viel telefoniert, denn es gibt ja keine Roaming-Gebühren mehr. Das ist wirklich ein Geschenk der EU!
Mit Freunden reisen sollte gut bedacht sein, denn der Platz im Van ist rar. Entweder man kennt sich wirklich sehr gut und weiß worauf man sich einlässt oder man lernt sich noch mal ganz anders kennen und kann dann damit umgehen. Das war bei Sofia und mir so. Es war durchaus manchmal schwierig, aber auch richtig schön! Wir zwei sind auf jeden Fall noch genauso gute, wenn nicht noch bessere Freundinnen als vor der Reise. Denn zu einer guten Freundschaft zählt ja auch, dass man sich in sämtlichen Lebenslagen kennt und das Verhalten des anderen einschätzen kann. Für ein Leben parallel auf kleinem Raum muss man gemacht sein. Jeder verfolgt ja so seine Wünsche auf einer Reise und diese müssen zusammenpassen. Entweder man macht dann auch mal Dinge alleine oder man hat ein Problem. Und man muss es mögen so eng nebeneinander zu schlafen. Das war mit Sofia kein Problem, weil sie sehr schmal ist und jeder genug Platz hatte.
Da habe ich eine schöne Überleitung zu dem Thema als Pärchen verreisen. Mein Aaron und ich sind nun schon einige Jahre zusammen und wir sind bereits gemeinsam um die Welt gereist. Allerdings stelle ich immer wieder fest, dass wir nicht 100% dafür gemacht sind, im Van gemeinsam zu reisen. Also wenn wir ohne Auto reisen, zoffen wir uns eigentlich gar nicht :D. Einen schwerwiegenden Grund konnten wir entlarven: Wenn es sehr warm ist vor allem nachts, wird es uns in der Hilde zu eng, wir schlafen beide schlecht und sind insofern viel anfälliger für schlechte Laune und Streitigkeiten um nichts und wieder nichts. Bisher gibt es in der Hilde nur eine Schlafbank unten. Für unsere nächste große Reise gemeinsam, wird Aaron das bisher unausgebaute Hubdach zum Schlafplatz ausbauen und dann kann jeder in Ruhe nächtigen, ohne das wir uns dabei die Köppe einhauen ;). Ich freue mich drauf! Also achtet auf euren Schlafkomfort. Die Bulli-Polster habe ich auch mit einem Matratzen-Topper aufgerüstet. Vor allem mein schlechter Rücken schätzt eine ordentliche Schlafunterlage.

Wie lange kann ich reisen und von welchen Faktoren ist dies abhängig?
Klar, meist ist die mögliche Reisedauer von Urlaubstagen also vom Arbeitgeber abhängig. Ich habe mich letztes Jahr als Freelancer im Marketing selbstständig gemacht und kann so meine eigene Zeit nutzen, wie ich es möchte. Aber die Reisedauer ist meines Erachtens nicht nur von den harten Faktoren wie Geld oder Urlaub anhängig.

Bin ich der Typ dafür, länger auf engem Raum zu leben und ohne eigenes Badezimmer?
Man sollte sich zunächst darüber bewusstwerden, dass man in so einem Van entweder im Chaos versinkt, oder penibel ordentlich ist und jeden Tag zweimal aufräumt 😉 Oder das Chaos stört einen nicht. Auch bedacht werden muss ist, dass, wenn man viel fährt, gepackt werden muss. Packen, packen, packen, Bett aufbauen, Bett wieder abbauen und aus dem Koffer oder Bullischrank leben.  Meine Hilde ist ein Platzwunder, aber eben auch nur, wenn man ordentlich ist. Außerdem kommt dazu, dass das Vanlife nichts für allzu eitle Menschen ist. Wer wild stehen will, kann sich höchstens über eine Stranddusche oder Meeresdusche freuen. Und diese sollte nicht mit Seife genutzt werden. In der Hilde habe ich einen Frischwasserkanister und einen Frischwassertank und waschen ist natürlich kein Problem. Dafür habe ich Aleppo-Seife mit ausschließlich natürlichen Inhaltsstoffen genutzt, die der Natur keinen Schaden antut. Ich finde Zähneputzen mit Ausblick unschlagbar und mir reicht der Rückspiegel der Hilde locker aus für den täglichen Gesichts-Check. Dazu kommt noch die Sache mit dem aufs Klo gehen. Die Menschheit ist ja nun soweit, in Städten Hundekot mit Plastiktüten aufzuheben. Ähnlich sind wir verfahren. Denn meistens gibt es zwar die berüchtigten Ecken, die dann aber dementsprechend aussehen. Ich wollte tatsächlich so wenig auffallen wie möglich und habe dann das Notwendige in Mülleimern entsorgt, die vor allem in Portugal zahlreich vorhanden sind. Händewaschen im Bus ist ja kein Problem. Die Nicht-Duschen Schmerzgrenze war bei mir nach 3 oder höchstens 4 Nächten erreicht, aber nur wenn wir am Meer standen.

Das liebe Geld…
Zu Zweit Reisen ist natürlich günstiger, da man sich die anfallenden Kosten teilen kann. Das habe ich sehr gemerkt, als ich mit Sofia nicht mehr allein bezahlen musste. Mautstraßen meiden spart Geld, wild stehen spart Geld, selbst kochen spart ne Menge Geld. Wir haben immer groß im Supermarkt eingekauft und dann davon Tage gezehrt. Wer sich zusammenreißen kann und daneben nicht viel konsumiert, kann auf so einer Reise recht günstig leben. Teuer ist Benzin/Diesel, Campingplätze und Maut. An diesen Stellschrauben kann man drehen, wenn es an die Kosten geht. Außerdem sollte immer Budget für Reparaturen am Fahrzeug einplant werden. Ich konnte als Freelancer fürs Marketing ein paar Sachen arbeiten, was cool war und auch gut funktioniert hat. Denn mit Laptop und Handy (kein Roaming mehr!) ausgestattet, lässt es sich heute mobil ziemlich gut arbeiten. Der #digitalnomad-Traum ist tatsächlich Realität geworden.

Keine Zeit!
Mit dem Bulli unterwegs zu sein und wenig Zeit zu haben finde ich stressig! Manche Reisende stehen ja voll darauf, jeden Tag bis auf die Minuten minutiös zu verplanen. Hut ab, wer das so kann. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich spätestens nach 5 Tagen immer weiterfahren, nicht mehr kann. Denn Auto fahren, packen und vor allen die ganzen Eindrücke verarbeiten kostet (mich) Energie. Man sollte auf jeden Fall in seinen Zeitplan mit einrechnen, dass es anstrengend ist, jeden Tag weiter fahren zu wollen.

Urlaubstechnisch sind so manche Unternehmen ja im Wandel. Sabbatical oder unbezahlter Urlaub sind denke ich schon lange kein Tabuthema mehr in der Arbeitswelt. Man muss sich nur trauen zu fragen und verhandeln. Das klingt jetzt wahrscheinlich sehr nach Generation Y – gut so! Mir hat zu viel Stress und Arbeit meinen heilen Rücken gekostet, seitdem stelle ich meine Karriere nicht mehr vor meine Gesundheit.

Wohin möchte ich reisen?
Magst du es gerne warm wie in Portugal oder Spanien oder ausgefallen wie z.B. Georgien, Iran oder Marokko? Mir persönlich gefällt das Bullireisen, wenn es nass oder zu kalt ist nicht. Das schöne am Reisen im Bus ist ja die Nähe zur Natur und das Draußen sein. Klar, der gute alte Spruch, es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung kann man auch aufs Vanlife anwenden. Aber die nassen Sachen tagelang im Bus zu haben ist keine allzu große Freude (für mich). Und ich habe bei Instagram schon verfolgt, wie dem einem oder anderen bei tagelangen Dauerregen die Bulli-Decke auf den Kopf fällt.

Beschäftigung im Bus wichtig
Ich bin kein Fernseher-Mensch, deshalb musste ich mir keine großartigen Beschäftigungsarten ausdenken. Ich habe einen E-Book Reader und habe gelesen was das Zeug hält. Außerdem macht es großen Spaß Oldschool Karten zu spielen oder einen Blog schreiben ist eine wunderbare Beschäftigung ;). Auf dem Campingplatz habe ich immer zwei Power Banks voll aufgeladen, sodass wir auch beim Freistehen die Akkus von Handy und E-Book Reader aufladen konnten. Ich arbeite mit einem kleinen Mac-Book Air, dessen Akku tagelang hält, wenn man es nur zu Schreiben nutzt. Außerdem haben wir jeden Tag 1-2-mal gekocht, wofür es herrlich war die Zeit zu haben, sowie fürs Meditieren. Ich fand es wunderbar endlich Zeit für das alles zu haben, was man sonst nicht tut oder nur unter Stress. Dazu gehört aufwändig kochen und meditieren definitiv dazu.

Hilfreiche Apps/Seiten zum Reisen
Camper Contact: Stellplätze in 51 Ländern und die App gibt’s in 6 Sprachen – https://www.campercontact.com/de/
Park4Nigt – https://www.park4night.com/ Mein Favorit. Die App wurde in Frankreich gestartet, deshalb dominiert die französische Sprache. Aber die Übernachtungsorte sind klasse und korrekt. Über Park4Night habe ich viele tolle Plätze zum Übernachten gefunden, vor allem auf der Durchreise. Man kann dort seinen Standort eingeben oder im Umkreis suchen lassen. Dann werden einem Plätze angezeigt, wo andere Camper für eine Nacht einen guten Ort zum Übernachten gefunden haben.
Furgovw mapa – https://www.furgovw.org/mapa_furgoperfecto/ Sofias Liebling. Sowas wie Park4Night nur auf Spanisch und etwas älter, dafür aber auch voll von guten Orten. Das wichtigste versteht man aber auch so.

Pläne für die Hilde
Ich möchte gerne noch unabhängiger sein, als man es eh schon ist mit einem Bus. Natürlich habe ich mich viel mit anderen Busreisenden ausgetauscht und ein Solarpanel auf dem Dach ist das Objekt der Begierde. Außerdem muss das Hubdach zum Schlafplatz ausgebaut werden, aus den oben genannten Gründen. Ich habe noch das Projekt „Gasflaschen international“ auf dem Tisch. Auf dieser Reise hatte ich 3x 5 Kiloflaschen Gas dabei, weil die Anschlüsse von Land zu Land verschieden sind. Ich brauche Gas zum Kochen und für den Kühlschrank und habe keine Gaswanne in der Hilde, die eine Anzeige hat. Die drei Gasflaschen haben für die 2 Monate genau gereicht, aber für die nächsten Reisen möchte ich gerne ohne diesen Extra-Ballast fahren. Es gibt wohl Adapter, aber als ich mich damit beschäftigen wollte vor der Reise, wurde mir das echt zu kompliziert. Viell. liest das ja jemand hier, der mich darüber aufklären kann? Das wäre richtig super!

Nun bleibt mir nichts Anderes übrig, als zu warten bis ich Hilde im Frühjahr wieder aus Ihrem Winterquartier hole. Dann geht es wieder an die Brandenburger Seen oder nach Mecklenburg-Vorpommern oder an die Ostsee. Im September geh es dann über Spanien nach Marokko. Viell. melde ich die Hilde auch noch für die Wintermonate an und fahre einfach weiter geradeaus direkt hinein ins Abenteuer!

Mit den Besitzern dieses schönen Bullis aus Gibraltar hatten wir eine super lustige Zeit! Nächstes Jahr treffen wir sie in Gibraltar bevor es nach Marokko geht.

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