Räder, Sammler, Löwenzahn und Pfannkuchen

Ich möchte euch gerne Alex vorstellen, die mit gemeinsamen Freunden zu den Zeiten der massiven Flüchtlingsströme im Jahr 2015 die Hilfsorganisation Safe Journey gegründet hat.

Sie konnten einfach nicht tatenlos zusehen, was die Flüchtlinge auf Ihrem Weg durchmachten mussten. Sie sind einfach losgefahren mit dem Auto nach Ungarn, um jedenfalls ein paar Menschen in der Tragödie zu helfen. Daraus entstand in einem Wahnsinns-Aktionismus Safe Journey. Ein Spendenaufruf im Freundeskreis hat sich bei Facebook schnell verbreitet und brachte viel Geld ein. Sie gaben das Versprechen persönlich ihr Bestes mit dem gespendeten Geld zu tun. Touren nach Röske in Ungarn, Serbien, Kroatien und eine weitere Tour auf die griechische Insel Chios konnten finanziert werden. Ich war bloß mit auf Chios, was ein krasses Erlebnis war. Wir haben die Menschen mit Wasser und trockenen Klamotten versorgt, nachdem sie mit einem Gummiboot übers Meer geflohen sind. Auch viel viel zu krass!

Zurück in Berlin überlegte Alex sich, was Sie vor Ort für Flüchtlinge tun kann und kam über einen syrischen Bekannten an ein Projekt des NABU (Naturschutzbund). Insgesamt gab es 12 Projekte deutschlandweit. Alex studiert Management natürlicher Ressourcen und ist mit einer Mutter aufgewachsen, die ihr als Kind wöchentlich Brennnesselsuppe gekocht hat. Somit hat sie schon früh Kräuter kennengelernt und ist sehr naturverbunden aufgewachsen.

Insbesondere für Frauen & Kinder ist es schwer aus Ihren Unterkünften rauszukommen. Somit hat Alex bereits im Herbst 2016 und diesen Sommer und Herbst insgesamt 6 Sammler-Radtouren und Kräuterspaziergänge im Großraum Berlin Neuköllns organisiert. Treffpunkt ist die Gärtnerei in Neukölln, ein toller Ort für allerhand interessante Projekte, Pflanzen und Menschen.

Mit Hilfe der Seite „Mundraub“ hat sie Radtouren organisiert, bei denen sie Äpfel, Holunderbeeren, Hagebutten und Quitten gesammelt haben. Eine befreundete Köchin hat viele Köstlichkeiten aus dem Gesammelten gezaubert wie Cole Slaw mit wilden Äpfeln, Apfelmus und Holunderbeeren Saft.

Außerdem gab es noch Kräutersammel-Touren durch einen großen, alten und ziemlich verwilderten Friedhof in Neukölln. Unter anderem wurden Brennnesseln, Giersch, Beifuß, Spitz- und Breitwegerich, Sauerampfer und Löwenzahn gesammelt. Daraus haben sie Pfannkuchen mit Brennnessel, Brennnesselsuppe, Pesto mit Löwenzahn und Wildkräuter Salat gemacht.

Bei den Touren kamen Geflüchtete aus Syrien, sowie Berliner Freunde mit. Viele sind auch über Bekannte dazu gekommen. Ich hab von einer Syrerin ganz viel über Kräuter in deren heimischer Küche gelernt. Die syrische Küche ist der Hammer, hier hab ich schon mal ein paar Empfehlungen zu arabischen Restaurants in Berlin geschrieben.

Ihr Pflanzenwissen hat sie mit diesen empfehlenswerten Büchern vertieft wie „Essbare Wildpflanzen einfach bestimmten“, „Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen“ und „The edible city – A year of wild Food“ von John Rensten.

Bei den Touren hatten alle großen Spaß und ich find das ist eine richtig super Sache. Vielen Dank liebe Alex für deinen Einsatz!

 

 

 

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